Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: April 2026

§ 1 Anbieter und Geltungsbereich

Anbieter der Plattform Strebr (erreichbar unter strebr.de) ist:

Reinhold Weis
strebr.de
E-Mail: support@strebr.de

Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Reinhold Weis und Nutzern der Plattform Strebr. Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Leistungsbeschreibung

Strebr ist eine KI-gestützte Lernplattform für Schülerinnen und Schüler, für alle Klassenstufen und Schulformen. Die Plattform ermöglicht es registrierten Nutzern, mithilfe von Künstlicher Intelligenz Lerninhalte zu erarbeiten, Aufgaben zu bearbeiten und den Lernfortschritt zu verfolgen. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Darstellung auf der Website strebr.de.

§ 3 Registrierung und Nutzerkonto

Die Nutzung von Strebr setzt eine Registrierung voraus. Der Nutzer versichert, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Ein Anspruch auf Registrierung besteht nicht.

Die Nutzung ist nur Personen erlaubt, die mindestens 18 Jahre alt sind oder die ausdrückliche Zustimmung eines Erziehungsberechtigten besitzen. Minderjährige dürfen Strebr nur mit Wissen und Zustimmung ihrer Eltern oder gesetzlichen Vertreter nutzen. Mit der Registrierung versichert der Nutzer, diese Voraussetzungen zu erfüllen.

§ 4 Abonnement und Preise

Strebr bietet ein kostenpflichtiges Abonnement zu folgenden Konditionen an:

  • Preis: €7,99 pro Monat über Apple App Store (iOS) / €6,99 pro Monat über Google Play Store (Android) und Web (jeweils inkl. gesetzlicher MwSt.)
  • Testphase: 14 Tage kostenlos ab Registrierung
  • Laufzeit: Monatlich, automatische Verlängerung
  • Kündigung: Jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode möglich

Nach Ablauf der kostenlosen Testphase wird das Abonnement automatisch in ein kostenpflichtiges Monatsverhältnis umgewandelt, sofern der Nutzer nicht vor Ablauf der Testphase kündigt. Die Abrechnung erfolgt je nach Plattform über den Apple App Store, den Google Play Store oder den Zahlungsdienstleister PayPal (Web).

§ 5 Widerrufsrecht

Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.

Widerrufsbelehrung:

Sie haben das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Reinhold Weis, support@strebr.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Hinweis: Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn mit der Ausführung des Vertrages (d. h. der Bereitstellung des Dienstes) auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wurde und der Verbraucher seine Zustimmung zur Kenntnis genommen hat, dass er sein Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung verliert.

§ 6 Kündigung

Der Nutzer kann das Abonnement jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen. Nach der Kündigung bleibt der Zugang bis zum Ende des bezahlten Zeitraums erhalten. Die Kündigung erfolgt je nach Plattform:

  • iOS: Über die Apple-Abo-Verwaltung (Einstellungen → Apple-ID → Abonnements)
  • Android: Über den Google Play Store (Play Store → Zahlungen & Abos → Abos)
  • Web: Über die Einstellungsseite im Nutzerkonto oder per E-Mail an support@strebr.de

Bei Abonnements über den Apple App Store oder Google Play Store gelten zusätzlich die jeweiligen Nutzungsbedingungen und Erstattungsrichtlinien des jeweiligen Store-Betreibers.

Der Anbieter behält sich das Recht vor, das Nutzerkonto bei schwerwiegenden Verstößen gegen diese AGB fristlos zu sperren oder zu löschen.

§ 7 Pflichten des Nutzers

Der Nutzer verpflichtet sich, die Plattform nur zu rechtmäßigen Zwecken zu nutzen und folgende Handlungen zu unterlassen:

  • Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte
  • Automatisierter Zugriff auf die Plattform (Scraping, Bots)
  • Umgehung technischer Schutzmaßnahmen
  • Verbreitung rechtswidriger, beleidigender oder anderweitig unzulässiger Inhalte
  • Nutzung im Rahmen gewerblicher Nachhilfetätigkeit ohne ausdrückliche Genehmigung
  • Hochladen von Inhalten, an denen der Nutzer keine Rechte hat oder deren Nutzung nicht durch eine gesetzliche Schranke (insb. § 53 UrhG – Privatkopie, § 60a UrhG – Unterricht und Forschung) gedeckt ist
  • Hochladen vollständiger urheberrechtlich geschützter Werke (z. B. komplette Schulbücher, Kapitel, Romane, Zeitschriftenartikel)
  • Hochladen von Inhalten, die Persönlichkeits-, Marken-, Wettbewerbs- oder sonstige Rechte Dritter verletzen

Zulässig sind insbesondere Fotos einzelner Aufgabenstellungen, eigener Notizen, eigener Lernmaterialien oder einzelner Lehrbuchseiten im Umfang der Privatkopie-Schranke zum ausschließlich eigenen Gebrauch.

§ 8 Haftungsausschluss für KI-generierte Inhalte

Strebr nutzt Systeme Künstlicher Intelligenz zur Generierung von Lerninhalten, Erklärungen und Aufgaben. Der Anbieter übernimmt ausdrücklich keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der von der KI generierten Inhalte.

KI-generierte Inhalte dienen ausschließlich als Lernhilfe und ersetzen nicht die Überprüfung durch Lehrkräfte, Fachliteratur oder andere qualifizierte Quellen. Der Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, die Korrektheit von KI-Antworten zu überprüfen, bevor er diese in schulischen Leistungsnachweisen verwendet.

Eine Haftung des Anbieters für Schäden, die durch fehlerhafte KI-Ausgaben entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

§ 9 Haftungsbeschränkung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), und zwar begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.

Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden.

§ 10 Verfügbarkeit

Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, übernimmt jedoch keine Garantie für eine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit angekündigt. Ein Anspruch auf Vergütungsminderung bei vorübergehender Nichtverfügbarkeit besteht nur bei schuldhafter erheblicher Beeinträchtigung.

§ 11 Geistiges Eigentum des Anbieters

Alle Inhalte der Plattform Strebr (Texte, Grafiken, Code, Design, Marken) sind urheberrechtlich geschützt und Eigentum des Anbieters oder lizenziert. Eine Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung ist untersagt.

§ 12 Nutzerinhalte und Rechte an Uploads

(1) Definition. „Nutzerinhalte“ sind alle Inhalte, die der Nutzer auf die Plattform hochlädt oder dort erzeugt, insbesondere Fotos, gescannte Dokumente, Texte, Audioaufnahmen und selbst erstellte Lernmaterialien (z. B. im Rahmen der Funktionen Snap & Learn, Probeklausur-Generator, Karteikarten, Vokabel-Trainer oder Sprachaufnahmen).

(2) Zusicherung des Nutzers. Der Nutzer versichert, dass er für jeden Upload entweder

  • selbst Inhaber aller erforderlichen Rechte ist (insbesondere Urheber-, Leistungsschutz-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte), oder
  • zur Nutzung im konkreten Umfang berechtigt ist – insbesondere durch eine gesetzliche Schranke wie § 53 UrhG (Privatkopie zum privaten und eigenen wissenschaftlichen Gebrauch) oder § 60a UrhG (Unterricht und Forschung).

(3) Verbotene Uploads. Untersagt ist insbesondere das Hochladen vollständiger urheberrechtlich geschützter Werke, das Hochladen von Inhalten ohne Rechtegrundlage, das Hochladen persönlichkeits-, marken- oder wettbewerbsrechtlich geschützter Inhalte Dritter sowie das Hochladen rechtswidriger, jugendgefährdender, beleidigender oder diskriminierender Inhalte. Verstöße berechtigen den Anbieter zur sofortigen Entfernung der Inhalte und zur Sperrung des Nutzerkontos.

(4) Nutzungsrecht des Anbieters. Der Nutzer räumt dem Anbieter ein einfaches, nicht ausschließliches, kostenloses Nutzungsrecht an den Nutzerinhalten ein, das ausschließlich dem Betrieb der Plattform dient. Dies umfasst die zur Leistungserbringung erforderliche Speicherung, Vervielfältigung und Weitergabe an eingesetzte Dritt-Dienstleister (insb. Anthropic PBC als KI-Anbieter und Supabase als Hosting-Dienstleister). Eine Nutzung der Nutzerinhalte zum Training von KI-Modellen findet nicht statt. Eine öffentliche Zugänglichmachung der Nutzerinhalte an andere Nutzer oder Dritte erfolgt nicht.

(5) Freistellung. Der Nutzer stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer Verletzung von Rechten Dritter durch die vom Nutzer hochgeladenen Inhalte gegen den Anbieter geltend gemacht werden. Die Freistellung umfasst auch die angemessenen Kosten einer notwendigen Rechtsverteidigung, insbesondere Anwalts- und Gerichtskosten in gesetzlicher Höhe. Der Nutzer wird den Anbieter bei der Rechtsverteidigung unterstützen und die zur Abwehr erforderlichen Informationen bereitstellen.

(6) Löschung. Der Nutzer kann von ihm hochgeladene Inhalte jederzeit über die Plattform oder auf Anfrage an support@strebr.de löschen lassen. Nicht ausdrücklich gespeicherte Analyse-Uploads (z. B. Fotos in Snap & Learn ohne aktive Speicherung) werden nach Abschluss der Analyse unverzüglich verworfen.

§ 13 Beschwerden wegen Rechtsverletzungen (Notice-and-Takedown)

(1) Meldestelle. Rechtsinhaber und sonstige Berechtigte, die der Auffassung sind, dass durch auf der Plattform gespeicherte Nutzerinhalte ihre Rechte verletzt werden, können dies dem Anbieter per E-Mail an support@strebr.de (Betreff: „Urheberrechtsbeschwerde“ oder „Rechtsverletzung“) melden.

(2) Inhalt der Meldung. Eine ordnungsgemäße Meldung muss enthalten:

  • Name und ladungsfähige Anschrift des Meldenden
  • präzise Bezeichnung des angeblich verletzten Rechts (z. B. Werktitel, ISBN, Rechteinhaber)
  • präzise Identifikation des angeblich rechtsverletzenden Inhalts auf der Plattform, sodass dieser auffindbar ist
  • eine Erklärung in gutem Glauben, dass der Meldende zur Rechtsdurchsetzung berechtigt ist
  • eine Versicherung der Richtigkeit der Angaben

(3) Reaktion des Anbieters. Der Anbieter prüft jede ordnungsgemäße Meldung und sperrt oder entfernt bei offensichtlicher oder glaubhaft gemachter Rechtsverletzung den betreffenden Inhalt unverzüglich, in der Regel innerhalb von 48 Stunden nach Eingang der vollständigen Meldung. Der Anbieter informiert den betroffenen Nutzer über die Sperrung oder Entfernung.

(4) Gegendarstellung. Der betroffene Nutzer kann innerhalb von 14 Tagen nach Information über die Sperrung Einspruch erheben und dabei seine Rechtegrundlage darlegen. Erweist sich der Einspruch als berechtigt, stellt der Anbieter den Inhalt wieder her.

(5) Missbräuchliche Meldungen. Der Anbieter behält sich vor, offensichtlich unbegründete oder missbräuchliche Meldungen zurückzuweisen. Bei wiederholt missbräuchlichen Meldungen behält sich der Anbieter die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vor.

§ 14 Haftungsprivileg für Nutzerinhalte

(1) Keine Vorab-Prüfpflicht. Der Anbieter macht sich Nutzerinhalte nicht zu eigen. Eine inhaltliche Vorab-Prüfung hochgeladener Inhalte auf Rechtsverletzungen findet nicht statt und ist nach Art. 6 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act) und § 10 TMG auch nicht geschuldet.

(2) Haftungsprivileg. Für Nutzerinhalte haftet der Anbieter nur, soweit er positive Kenntnis von der Rechtswidrigkeit eines konkreten Inhalts erlangt und nicht unverzüglich tätig wird, um den Inhalt zu entfernen oder den Zugang zu sperren.

(3) Technische Zwischenspeicherung. Die zur Analyse durch die eingesetzte KI erforderliche kurzzeitige technische Vervielfältigung (Upload, Übertragung, Verarbeitung, Rückübermittlung) ist nach § 44a UrhG als flüchtige oder begleitende Vervielfältigungshandlung ohne eigenständige wirtschaftliche Bedeutung von gesetzlichen Schranken gedeckt.

§ 15 Änderungen der AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zu ändern. Änderungen werden per E-Mail an die hinterlegte Adresse mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die neuen AGB als angenommen. Auf dieses Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens wird in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hingewiesen.

§ 16 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesen AGB ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.

Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr. Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

§ 17 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.

Reinhold Weis · strebr.de · support@strebr.de